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FAVOR®

Superabsorber arbeiten meist im Verborgenen

Im Jahr 1986 begann man am Standort Krefeld mit der Herstellung von Superabsorbern. Ständige Innovation ist seitdem die Voraussetzung dafür, dass wir mit dem Superabsorber unsere führende Marktposition halten. Im Mittelpunkt unserer Forschung steht der Markt, unser Kunde und die Weiterentwicklung seiner Produkte, das heißt, die gemeinsame Suche nach Problemlösungen, da jedes Endprodukt eine spezifische Superabsorber-Entwicklung verlangt.

Netzwerk

Der Superabsorber besteht aus einem Netzwerk hydrophiler Polymerketten. Seine wichtigste Eigenschaft ist es, wässrige Flüssigkeiten aufzunehmen und sie auch unter Druck nicht wieder abzugeben. Das heißt, anders als in einem Schwamm, der Wasser lediglich über kurze Zeit aufnehmen kann und dieses beim Ausdrücken ganz leicht wieder abgibt, verwandelt der Superabsorber die Flüssigkeit zu einem Gel und bindet sie. Der Superabsorber kann das 500-fache seines eigenen Volumens an Flüssigkeit speichern. Dieses Grundprinzip modifizieren wir in der Forschung so, dass für jedes Anwendungsfeld maßgeschneiderte Polymere entstehen. Hinzu kommt, dass auch der Markt immer neue Anforderungen stellt. Unsere Forscher haben diesen Flüssigkeitsspeicher für den Hygienebereich bis heute immer leistungsfähiger gemacht.    

Im Labor

 Leichte und dünne Windeln

Vor 15 Jahren bestand der Saugkern in Windeln nur aus Cellulosefasern. Enthielt beispielsweise 1987 eine Babywindel der Größe Maxi noch 50 Gramm Zellstoff und nur zwei Gramm Superabsorber, so haben sich beide Bestandteile heute nahezu angenähert: 1999 enthielt eine Windel 18 Gramm Zellstoff und 15 Gramm Superabsorber. Das bedeutet: Die Windel wurde viel leichter und dünner. Und das bedeutet auch: Der Superabsorber hat immer mehr Aufgaben des Zellstoffs übernommen, und gleichzeitig wurde die Gesamtretention, das heißt, die Fähigkeit, Flüssigkeiten zurückzuhalten, mit der steigenden Menge Superabsorber von 100 Gramm Flüssigkeit auf über 400 Gramm mehr als vervierfacht.

Optimale Flüssigkeitsverteilung

Über die Entwicklungsgenerationen hinweg haben unsere Forscher die Eigenschaften des Superabsorbers kontinuierlich gesteigert: 1986 war die Aufnahmekapazität die wichtigste Eigenschaft. In der zweiten Generation kam die Aufnahmefähigkeit unter Druck und die Retention der Flüssigkeiten unter Druck hinzu. 1996 haben wir die Aufnahmegeschwindigkeit erhöht: Die Voraussetzung dafür, dass die Windeln immer dünner werden konnten. 1998 haben unsere Forscher die Flüssigkeitsverteilung optimiert. Dadurch wird sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen der gesamte saugende Bereich der Windel genutzt. Hierbei mussten wir eine Eigenschaft des Superabsorbers "austricksen", nämlich die, durch die feste Gelstruktur eine Barriere gegen weitere Flüssigkeiten aufzubauen. Wir haben es erreicht, die Gelpermeabilität zu erhöhen und so die Flüssigkeit in größere Flächen des mit Superabsorber durchsetzten Zellstoffs zu leiten.  

Baby

 Technologien

Zu neuen Technologien gehören die so genannten Composites. Bei diesem Verfahren zur Herstellung von Rollenware wird Superabsorber mit Fluff zu einem flächigen Composite verbunden, das als Meterware in die Windel eingelegt werden kann.

 
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